Erste wesentliche Entscheidungen für unsere Kirchengemeinde

25.05.2023 | Name und Pfarrkirche, Sitz der Pfarrei, Übergangs-Beschlussgremium

Erste Vollversammlung der Pfarrgemeinderäte

81 der insgesamt 96 stimmberechtigen Pfarrgemeinderäte der vier Seelsorgeeinheiten trafen sich am 16. Mai im imposanten Gemeindesaal St. Kilian in Assamstadt, um erste wegweisende Entscheidungen zur künftigen gemeinsamen Kirchengemeinde zu treffen. Damit war schon die erste wesentliche Hürde geschafft, um beschlussfähig zu sein und jedes Gremium wurde dafür von den jeweils anderen mit Applaus honoriert. 
 
Nach der Begrüßung durch Dekan Thomas Holler und einem Rückblick auf die bisherige Projektarbeit moderierte Dr. Rainer Gehrig, der Leiter der Diözesanstelle Odenwald-Tauber, das sehr harmonische, faire und konstruktive Treffen.
 

Übergangs-Beschlussgremium

Als erste Entscheidung wurde einstimmig über ein Übergangs-Beschlussgremium entschieden. Dieses ist zuständig für grundlegende Entscheidungen, die alle betreffen und vor der Errichtung der neuen Kirchengemeinde im Januar 2026 getroffen werden müssen. In diesem Gremium werden je fünf Vertreter der Seelsorgeeinheiten Boxberg-Ahorn und Grünsfeld-Wittighausen und je sieben Vertreter der Seelsorgeeinheiten Lauda-Königshofen und Krautheim-Ravenstein-Assamstadt sein. Als Vorsitzende wählte die Vollversammlung Elmar Haas aus Boxberg-Ahorn und als Stellvertreter Hartmut Schäffner aus Lauda-Königshofen, dazu kommt Pfarrer Bernhard Metz aus Krautheim-Ravenstein-Assamstadt als Vertreter der leitenden Pfarrer.
 

Sitz der Pfarrei und zentrales Pfarrbüro

Auch der so genannte „Sitz der Pfarrei“ musste beschlossen werden. Hier wird die Postadresse und das zentrale Pfarrbüro der künftigen Kirchengemeinde angesiedelt sein. Aufgrund der Kriterien, die von Freiburg her gesetzt worden waren, kam eigentlich nur Lauda in Frage, da hier die räumlichen Voraussetzungen vorhanden sind und es auch relativ zentral in der Kirchengemeinde liegt. Dieses Votum der Projektleitung wurde einstimmig von der Vollversammlung bestätigt. Gleichzeitig sprach die Projektleitung die Empfehlung aus, die Beibehaltung aller aktuellen Pfarrbüros in die so genannte Gründungsvereinbarung aufzunehmen, also die Pfarrbüros in Grünsfeld, Boxberg und Gommersdorf. In der Gründungsvereinbarung steht, wie die Kirchengemeinde am 1. Januar 2026 starten soll.
 

Name der Kirchengemeinde und Pfarrkirche

Die beiden nächsten Fragen wurden letztendlich zwar mit sehr großer Mehrheit beschlossen, allerdings gab es hier größeren Gesprächsbedarf und auch mehrere Alternativen, die zur Abstimmung standen. Besonders zum Namen der künftigen Kirchengemeinde wurden im Vorfeld in den Gremien verschiedene Möglichkeiten überlegt. Insbesondere gab es den Wunsch eine regionale Bezeichnung zu finden, in der sich alle Gemeinden wiederfinden. Letztendlich blieben als Vorschläge für die Vollversammlung übrig „Kirchengemeinde an Tauber und Jagst“ und „Kirchengemeinde Lauda“ (entsprechend dem früheren Sprachgebrauch des Dekanates Lauda). Mit 89% der Stimmen sprach sich das Gremium für „Kirchengemeinde Lauda“ als künftigen Namen aus.
 
Auch für eine Pfarrkirche für die künftige Kirchengemeinde musste sich das Gremium entscheiden. Dies betrifft vor allem die Pfarrei als Rechtsgröße, damit darüber alle rechtlich notwendigen Vorgänge abgewickelt werden können. Das heißt, alle anderen Kirchen und Gemeinden behalten weiterhin ihre Patrone und ihre Namen, gehören aber dann zur neuen Pfarrei. Hier wurde St. Jakobus Lauda mit 96% Zustimmung gewählt.
 
Die Voten der Vollversammlung werden nun dem Erzbischof vorgelegt, der die letztgültige Entscheidung über Sitz, Name und Pfarrkirche der künftigen Kirchengemeinde trifft.